Zu Ostern nur ’ne Kleinigkeit

Nächstes Wochenende ist Ostern. Mal wieder. Gefühlt war das letzte Mal doch erst vor ein paar Wochen. Von Weihnachten, den Geburtstagen und ähnlichem ganz zu schweigen. Doch dieses Jahr liegt unser Fokus auf „Reduzieren“. Und zwar drastisch. Warum? Ich versuche es mal in Worte zu fassen.

Weniger Geschenke an Ostern - wir wollen uns Reduzieren

Es ist gerade einmal gute drei Monate her, da haben wir Weihnachten gefeiert. Dieses Mal wieder in einem eher größeren Kreis, was eigentlich sehr angenehm war. Doch irgendwann kam die Bescherung und ich muss gestehen, ich war nicht wirklich glücklich. Doch das lag nicht an meinen Geschenken oder den Personen um mich herum. Auch das Essen war super. Nein, es war die Fülle an Geschenken. Und der inzwischen stark verschobene Fokus, weg vom Beisammen sein.

Natürlich kann ich die Großeltern und Urgroßeltern verstehen. Sie lieben ihre Enkelkinder. Und da sie wenig Zeit haben (selbst noch im Arbeitsleben oder Wohnort weit weg), wird vermutlich an Feiertagen mit Geschenken einiges „wieder gut gemacht“. So kommt es aber, dass pro Kind echt viele (und teils auch sehr teure) Geschenke zusammenkommen (u.a. die Murmelbahn bzw. eine Erweiterung, die ich vor kurzem erwähnte).

Es. Ist. Zuviel.

Es ist nicht so, dass ich es ihnen nicht gönne. Auch ich war früher, so schwer es auch fällt das zu glauben, mal ein Kind. Und natürlich war es toll, viele und großartige Geschenke zu bekommen. Wenn ich da an den Game Boy denke… *träum* … Doch das große Problem ist: unsere Kinder brauchen die ganzen Geschenke nicht. Oder anders formuliert: sie spielen gar nicht mit so vielen Spielsachen.

Im Kinderzimmer gibt es Schubladen und Fächer, Koffer und Bänke, Regale und Körbe voll mit Spielsachen. Der Großteil davon wird jedoch nur sehr selten oder gar nicht angerührt. Stattdessen spielen sie mit Decken und Matratzen, verkleiden und schminken sich oder malen Gesichter. Selbst direkt nach den Feiertagen wurden einige Spielsachen nicht verwendet, weil es einfach so viele waren.

Das nächste Problem ist, dass die Schränke inzwischen voll sind. Spiele über Spiele liegen ungenutzt im Schrank und nehmen Platz weg. Teilweise wissen die Kinder gar nicht mehr, was sich hinter dem vorderen Stapel noch verbirgt. Und das, obwohl wir meine Frau regelmäßig mit den Kindern die Sachen durchsortiert.

Was wir ändern möchten

Wie auch immer. Wir haben dieses Jahr beschlossen, dass wir uns Ostern wieder reduzieren wollen. Das heißt, nur eine Kleinigkeit und dazu das übliche Osterkörbchen, dessen Inhalt im Garten versteckt sein wird. Natürlich haben wir das auch der Familie mitgeteilt und sie gebeten, maximal für ein Buch zusammenzulegen. Ich hoffe, dass sie sich daran hält. Ansonsten wollen wir einfach nur ein paar schöne freie Tage gemeinsam verbringen. Vielleicht ein paar Eier anmalen. Spiele spielen. Und entspannen.

Übrigens: die Urgroßeltern geben uns inzwischen lieber etwas Geld mit den Worten „Ihr werdet schon das Richtige damit machen.“ So kann dann auch mal etwas für den nächsten Urlaub zurückgelegt werden. Vielleicht geht es dann wieder auf einen Bauernhof.

4 Kommentare

  1. Hallo Martin!
    Ihr habt völlig Recht mit diesem Entschluss. Bei uns gibt es an Ostern auch nur das klassische Osterkörbchen mit ein bisschen Schokolade, Leckereien und vielleicht einer Kleinigkeit wie einem Malbüchlein oder einem kleinen Spiel. Weiter so!
    MfG Dirk

    • Martin

      Hallo Dirk,

      schön, dass wir nicht alleine dastehen. Bin gespannt, ob wir das die nächsten Jahre auch so durchziehen (können). 😉

      Liebe Grüße
      Martin

  2. Schwefa

    Ich habe 13 Neffen und Nichten und mittlerweile Jahre damit zugebracht, die riesige Geschenkeflut und den (Nicht-)Umgang damit zu beobachten. Jetzt hab ich selbst ein Kind und nur einen Wunsch: Es nicht so zu machen bzw. machen zu lassen. Es ist nicht immer leicht, die Verwandten davon zu überzeugen, aber ich versuche dranzubleiben und immer wieder darauf hinzuweisen: Bitte, nur eine Kleinigkeit.

    • Hallo Schwefa,
      13 Neffen und Nichten ist aber auch eine beeindruckende Zahl!
      Ich drücke dir jedenfalls die Daumen, dass die Verwandtschaft das akzeptiert. Bei uns hat das eigentlich ganz gut funktioniert.
      Liebe Grüße

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